Reutershagen

Reutershagen teilt sich in vier Ortsteile auf: Alt- Reutershagen, Reutershagen I und Reutershagen II sowie dem Komponistenviertel.

Die ersten Häuser entstanden um 1920/21 am Liningweg und am Druwappelplatz. Gebaut haben dort Familie Rummel und Familie am Liningweg 32-33 sowie Familie Weinberger und Familie Delling am Druwappelplatz 3-4. Herr Rummel schlug vor, diesen Ortsteil “ Rummelhagen “ zu nennen, da er nach seiner Ansicht der erste Bauherr war. Am Ende wurde sich auf Reutershagen geeinigt- nach dem bekannten Schriftsteller Fritz Reuter.

Somit kann die Gründung auf das Datum auf den 13.4.1921 datiert werden. Der Name „Reutershagen“ wurde erstmals vergeben.

„Der Druwappelplatz wurde mit der Benennung von den Einwohnern mit einer Linde vor jedem Haus und einem Druwappelbaum im Mittelpunkt gestaltet. Von der Ursprungsbepflanzung sind noch zwei ca. 100 Jahre alte Linden erhalten. Daneben gibt es weitere ca. 50 Jahre alte Linden und diverse Bäume, die im Baumkataster der Stadt Rostock geführt werden. Dieser Baum spielt in dem Werk von Fritz Reuter eine große Rolle, genau so wie beiden Mädchen Mining und Lining.

Der Druwappel ist seit mehr als 400 Jahren beschrieben und gehört damit zu den ältesten nachgewiesenen Obstarten. Er war in Norddeutschland sehr verbreitet und ist heute selten und bedroht.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Druwappelplatz

nach dem Bombenangriff 1942 wurde das Haus am Liningweg vollkommen zerstört.

Die Bilder stammen aus den privaten Fotoalben von Roswitha-Astrid Weinberger.

Diese Fotos stammen aus der Sammlung der Denkmalpflege in Rostock. Die Fotos sind 1956 im Rahmen der damaligen fotografischen Erfassung der Stadt entstanden. Deswegen ist auch ein Mann mit der Messlatte zu sehen.

„Im Juni 1919 beschloss die Rostocker Bürgerschaft den Bau einer Kleinsiedlung neben dem Dorf Schutow. Erste Planungen entstanden dazu bereits vor dem 1. Weltkrieg im Zuge der Gartenstadtbewegung. Die konkreten Entwürfe stammten von Stadtbaudirektor Berringer. Dabei sollte der Bräsigplatz an der Hamburger Straße das lebhafte Zentrum werden und der Druwappelplatz eine ruhige Verweilzone. Die Doppelhäuser wurden nach einem einheitlichen Schema errichtet und hatten hofseitig einen kleinen Stall für die Haltung von Schweinen, Ziegen und Federvieh. Daran schloss sich ein großer Garten an. Damit sollte die Eigenversorgung gesichert werden, während die Bewohner tagsüber in den benachbarten Industriebetrieben arbeiteten. 1922 waren bereits 39 Häuser bezogen, dann unterbrach die große Inflation die Bauarbeiten, die ursprüngliche Planung blieb unvollendet. Ab 1924 wurde am Hawermann- und Hanne-Nüte-Weg nach einem veränderten städtebaulichem Konzept weitergebaut. 1936 erreichte die Straßenbahn den Bräsigplatz.“*

Alt- Reutershagen

Bis Reutershagen I gebaut wurde gab es keine Unterscheidungen weil diese nicht notwendig war. Ab da wurde Alt- Reutershagen in den Sprachgebrauch aufgenommen.

Zu Alt- Reutershagen zählen neben dem Druwappelplatz, An der Jägerbäk ( dort fährt heute die Straßenbahn hoch zur Stadtautobahn) , die Gartenkolonien hinter dem Schutower Kreuz, der Bräsigplatz und der Bräsigweg sowie der Eikbomweg und der Köster- Suhr Weg. ( hinter der Kunsthalle, heute befindet sich dort auch auch die RSAG).

Bräsigplatz 1 ,Konsum Kaufhaus Schwarz

Diese Fotos entstanden 1956 im Rahmen der damaligen fotografischen Erfassung der Stadt. Deshalb ist auch der Mann mit der Messlatte zu sehen.

Das Komponistenviertel

Das Komponistenviertel findet sich heute von der Schweriner Straße, über die Tschaikowskistraße, die Joseph-Haydn Straße bis zur Kuphalstraße.**

Reutershagen I

Reutershagen I setzt sich aus verschiedenen Wohngebieten zusammen. Angefangen am Wiener Platz, über die Ulrich-von-Hutten Straße zur Goerdeler Straße bis hin zum Tiroler Hof.

Ernst-Thälmann Straße
John-Schehr Straße
Ernst-Thälmann Straße
Ulrich-von-Hutten Straße***

*Quellen:

G.W. Berringer: Stadterweiterungen und Siedlungen. In: Deutschlands Städtebau: Rostock, Dari-Verlag, Berlin, 1922

WIRO aktuell 2/02; S.4; Rostock 2002

Zusammengestellt: Peter Writschan, 11/2015

**Reutershagen in Bildern und Geschichten 2. Auflage

*** Fotos von Stephan Jutzas